Pilates in der Rehabilitation

Beweglichkeit, Stabilität und Kraft aus einer Hand
Die Pilates-Methode leistet einen wichtigen Beitrag in den unterschiedlichsten Therapien und bei der Rehabilitation. Der komplexe Ansatz dieser Methode unterstützt die Genesung des Patienten in jeder Phase der Rehabilitation sehr effektiv. Die gezielt ausgewählten Übungen auf der Matte, mit Kleingeräten (Tools) und auf dem Reformer gehen auf die unterschiedlichen Parameter des Heilungsprozesses wie Schmerz, Beweglichkeit, Stabilität und Kraft ein und bringen diese wieder ins Gleichgewicht.

1. Akutphase
In dieser Phase werden im Bereich der Verletzung meist nur passive oder assistive Maßnahmen angewandt. Viel wichtiger ist hier das gesunde Potential des Patienten zu aktivieren; d. h. im Bereich der nicht verletzten Strukturen aktiv zu arbeiten (z. B. Körperhaltung verbessern, bewusste Atmung zur vermehrten Zirkulation in den Blut- und Lymphgefäßen einsetzen).
2. Subakute Phase
Charakteristisch für die subakute Phase ist die assistive Ausführung der Bewegungen im Bereich der Verletzung. Ein spezielles Pilates-Gerät – der Reformer ermöglicht hier gezielt und individuell funktionelle Bewegungsketten so einzubinden, dass schmerzfreie und unschädliche Bewegungen problemlos durchführbar sind.
3. Phase der aktiven Rehabilitation
Die Phase der aktiven Rehabilitation ist die Phase der aktiven Stabilisation. Hier wird die Pilates-Therapie aktiv eingesetzt. Der gezielt gewählte Widerstand, die Ausgangs- und Endstellungen der Bewegungsabläufe auf dem Reformer vermeiden Überlastungen oder erneute Verletzungen.
4. Phase der post-Rehabilitation
In dieser Phase stehen jetzt die individuellen Anforderungen des Patienten im Mittelpunkt. Das Pilates-Training orientiert sich an seinen sport- und berufsspezifischen Bedürfnissen. Das Ziel des Trainings ist die Stabilität der neutralen Zone, sowie die Beweglichkeit aller Gelenke und die Kraftverhältnisse zu verbessern.

Der Reformer ist das zentrale Pilates-Gerät, das vielseitig eingesetzt werden kann. Der horizontale Bewegungsweg des Schlittens wird durch unterschiedlich starke Metallfedern gebremst.
Die Übungen können durch Veränderungen
- des Widerstandes
- der Unterstützungsfläche
- des Bewegungsweges
- der Hebellänge
- der Bewegungsgeschwindigkeit
erschwert oder erleichtert werden.
Die verschiedenen Ausgangspositionen (Rückenlage, Bauchlage, Sitz, Kniestand, Stand) und das zu diesem Gerät entwickelte Zubehör (Box, Jump board) erlauben eine große Anzahl unterschiedlicher Übungen
Die wichtigsten Unterschiede zum Mattentraining: